Der Beginn der Kinderfarm- Gerd Harms

Die Anfänge der Weddinger Kinderfarm

Gerd Harms über den Beginn.

Ich habe Paul auf seinem ersten Platz am Nordufer getroffen. Paul Dittgen war früher Bergarbeiter. Jetzt wollte er mit Kindern und Tieren arbeiten. Wir, Christa, Fritz und ich waren in einem Forschungsprojekt tätig. Wir haben untersucht, was Kinder in der Stadt interessiert und wie sie sich in der Stadt verhalten – wir wollten Ideen finden, wie die Stadt für Kinder besser gestaltet werden kann.


Pauls Kinderbauernhof zieht um
Hinter einer Mauer am Nordufer waren damals, im Sommer 1981, viele Kinder und Jugendliche, vor allem Mädchen, die sich um einige Ponys von Paul kümmerten. Reiten, pflegen, füttern, ausführen, das hat sie interessiert. Sie wollten sich um die Tiere kümmern.
Paul musste dann von diesem Platz weg, weil dort etwas gebaut werden sollte, und wir haben uns mit anderen darum gekümmert, dass er auf den Platz neben dem Telux kam. Das war der Anfang von „Pauls Kinderbauernhof“.

Tiere für Kinder mitten im Wedding
Wir haben einen Verein gegründet und den Platz unterstützt. Ich war immer begeistert von der Idee, mitten im Wedding einen Ort zu haben, wo Kinder und Jugendliche sich um Tiere kümmern, Verantwortung übernehmen, miteinander arbeiten. In unserer Forschung wurde uns klar, dass es viel zu wenige solcher Orte in der Stadt gibt, gerade für Kinder, die zu Hause keine Tiere haben können.


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