Zusammen aufbauen- Harms (Teil 2)

Groß und Klein gestalten gemeinsam
Es war auch toll, mit anzusehen, wie viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene sich auf dem Platz trafen; manchmal waren es zu viele Erwachsene, die mitreden wollten. Für Paul war das irgendwann zuviel, dass „sein“ Bauernhof plötzlich von einem Verein geleitet wurde. Aber das war richtig, denn ein solcher Platz braucht auch Menschen, die eine Ausbildung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben.
Ich erinnere mich noch an viele Gespräche, mit der Fachhochschule, die den Platz eigentlich als Sportplatz besaß, mit dem Bezirksamt Wedding, das zunächst sehr misstrauisch war, mit dem Telux. Die Idee war, einen Kinderbauernhof mitten in der Stadt zu schaffen, der gerade für die Weddinger Kinder und Jugendlichen ein Ort ist, wo sie gemeinsam lernen, Verantwortung zu übernehmen. Also sollen die Kinder und Jugendlichen auch Verpflichtungen haben, die sie einhalten müssen. Sie sollen den Platz mitgestalten.

Gut, dass es die Kinderfarm und den Telux noch gibt
Ich habe mich sehr gefreut, dass die Weddinger Kinderfarm heute immer noch existiert und dass jetzt auf dem Gelände gebaut wird, was zeigt, dass es die Kinderfarm weiter geben wird. Ich freue mich, dass die Kinder, die Jugendlichen und auch Siggi und seine Kolleginnen und Kollegen es geschafft haben, dieses Projekt zu erhalten, auch dann, als viele es abschaffen wollten. Gerade in einem Innenstadtstadtteil, wo viele Familien nicht mal eben „auf’s Land“ fahren können, ist dieser Platz sehr wichtig. Dass der Platz auf einem so tollen Grundstück erhalten blieb zeigt, wie wichtig die Kinder und Jugendlichen sind.
Ich wünsche der Kinderfarm und ihrem Nachbarn, dem Telux, ein tolles gemeinsames Jubiläum im Jahre 2003. Die beiden Plätze sollen weiter ein Ort für Kinder und Jugendliche sein.
Gerd Harms


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